Warum ein Budget mehr ist als eine Liste
Ein Budget beantwortet eine einfache Frage: Wie viel Geld kommt jeden Monat herein, und wofür geht es weg? Wer das weiss, erkennt früh, ob am Monatsende etwas übrig bleibt – oder ob eine grössere Rechnung wie die Steuern oder die Krankenkasse zum Problem wird.
Wichtig ist nicht die perfekte Tabelle, sondern ein Budget, das Sie tatsächlich weiterführen. Deshalb beginnt man am besten mit den Zahlen, die schon vorliegen: Lohnabrechnung, Kontoauszug und die wiederkehrenden Rechnungen.
1. Einnahmen erfassen
Nehmen Sie den Nettolohn, also den Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto eingeht. Ein 13. Monatslohn gehört ebenfalls dazu – am einfachsten rechnen Sie ihn auf zwölf Monate um. Unregelmässige Einnahmen wie Boni zählen Sie besser nicht fest ein.
2. Fixkosten zusammentragen
Fixkosten sind Beträge, die jeden Monat oder jedes Jahr sicher anfallen. Jährliche Rechnungen teilen Sie durch zwölf, damit sie im Monatsbudget sichtbar werden.
- Miete oder Hypothek inklusive Nebenkosten
- Krankenkasse (Grundversicherung und Zusatzversicherungen)
- Steuern – idealerweise als monatliche Rückstellung
- Versicherungen, Telefon, Internet, Serafe
- Mobilität: ÖV-Abo oder Auto mit Versicherung und Leasing
- Abos wie Streaming, Fitness oder Zeitungen
3. Variable Ausgaben schätzen
Lebensmittel, Restaurant, Kleidung und Freizeit schwanken von Monat zu Monat. Nehmen Sie als Startwert den Durchschnitt der letzten drei Monate aus Ihren Kontoauszügen. Nach zwei, drei Monaten wird die Schätzung automatisch genauer.
4. Die 50/30/20-Regel als Orientierung
Eine einfache Faustregel teilt das Nettoeinkommen in drei Teile: etwa 50 % für Notwendiges wie Wohnen, Krankenkasse und Lebensmittel, 30 % für Wünsche und 20 % für Sparen oder das Abbauen von Schulden.
Die Regel ist ein Richtwert, keine Vorschrift. In Städten mit hohen Mieten liegt der Anteil für Notwendiges oft darüber. Entscheidend ist, dass Sie bewusst festlegen, welcher Betrag jeden Monat für das Sparen reserviert ist.
- Beispiel bei CHF 6000 netto: CHF 3000 Notwendiges, CHF 1800 Wünsche, CHF 1200 Sparen
5. Grosse Jahresrechnungen einplanen
Viele Budgets scheitern nicht an den Monatskosten, sondern an seltenen, aber grossen Rechnungen: Steuern, Autoversicherung oder die Nebenkostenabrechnung. Legen Sie für diese Posten jeden Monat einen festen Betrag zur Seite – so ist das Geld da, wenn die Rechnung kommt.
Budget weiterführen statt neu anfangen
Ein Budget ist nur so gut wie seine Aktualität. Vergleichen Sie einmal im Monat die geplanten mit den tatsächlichen Ausgaben und passen Sie die Beträge an. Wer Kontoauszüge regelmässig importiert, spart sich das Abtippen.
In NEXO REPORT importieren Sie den Kontoauszug aus dem E-Banking (camt, CSV, Excel oder PDF), ohne Bankverbindung. NEXO schlägt Budgets nach der 50/30/20-Regel vor und warnt, wenn eine Kategorie 80 % erreicht.
Budget in zwei Minuten durchrechnen
Der kostenlose Budgetrechner teilt Ihren Nettolohn nach der 50/30/20-Regel auf – ohne Anmeldung.
Zum BudgetrechnerAllgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Stand: 27.09.2026.

