Wann Mahngebühren erhoben werden dürfen
Mahngebühren sind zusätzliche Kosten, die ein Gläubiger in Rechnung stellen darf, wenn eine Zahlung nicht termingerecht erfolgt. Ob und in welchem Umfang solche Gebühren zulässig sind, hängt von den vertraglichen Vereinbarungen oder den allgemeinen Geschäftsbedingungen ab.
Fehlt eine vertragliche Regelung, gelten die Bestimmungen gemäss Ihrem Kanton oder den branchenüblichen Usanzen. Ohne klare Vereinbarung dürfen keine Mahngebühren erhoben werden.
Wie Sie Mahngebühren prüfen
Prüfen Sie zunächst, ob die Mahngebühren in Ihrem Vertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Gläubigers erwähnt sind. Achten Sie darauf, ob die Höhe der Gebühren dort festgelegt ist.
Seit dem 1. Oktober 2022 müssen Rechnungen in der Schweiz als QR-Rechnung ausgestellt werden. Der Swiss QR Code und die Klarschrift auf der Rechnung müssen übereinstimmen. Kontrollieren Sie, ob die Mahngebühren korrekt im Zahlteil und im QR-Code aufgeführt sind [1].
Was Sie bei unberechtigten Mahngebühren tun können
Falls Sie Mahngebühren für unberechtigt halten, können Sie diese schriftlich beim Gläubiger anfechten. Begründen Sie Ihre Position und verweisen Sie auf fehlende vertragliche Grundlagen oder unklare Angaben auf der Rechnung.
Falls der Gläubiger auf der Zahlung besteht, können Sie sich an eine kantonale Schlichtungsstelle oder an eine Verbraucherberatungsstelle wenden. Diese können eine neutrale Einschätzung geben und bei der Klärung helfen.
Fristen und weitere Schritte
Reagieren Sie zeitnah auf Mahnungen, um weitere Kosten oder rechtliche Schritte zu vermeiden. Die Fristen für eine Reaktion hängen von den vertraglichen oder kantonalen Regelungen ab.
Falls Sie die Forderung anerkennen, aber nicht sofort zahlen können, nehmen Sie Kontakt mit dem Gläubiger auf. Oft lässt sich eine Ratenzahlung oder eine Stundung vereinbaren.
Mahngebühren und die QR-Rechnung
Seit dem 1. Oktober 2022 müssen Rechnungen in der Schweiz als QR-Rechnung ausgestellt werden. Der Swiss QR Code enthält alle relevanten Zahlungsinformationen in digitaler Form. Diese müssen mit den Angaben in Klarschrift übereinstimmen [1].
Prüfen Sie, ob die Mahngebühren sowohl im QR-Code als auch im Zahlteil der Rechnung korrekt aufgeführt sind. Bei Unstimmigkeiten können Sie die Zahlung der Gebühren verweigern und den Gläubiger auf den Fehler hinweisen.
- Scannen Sie den QR-Code und vergleichen Sie die Angaben mit der Klarschrift.
- Kontrollieren Sie, ob die Mahngebühren im Zahlteil und im QR-Code identisch sind.
- Falls Abweichungen bestehen, kontaktieren Sie den Gläubiger und bitten Sie um Korrektur.
Zusammenfassung: So gehen Sie vor
- Prüfen Sie, ob Mahngebühren vertraglich vereinbart sind.
- Kontrollieren Sie die Angaben auf der QR-Rechnung (Swiss QR Code und Klarschrift).
- Falls unberechtigt: Schreiben Sie dem Gläubiger und fordern Sie eine Korrektur.
- Reagieren Sie fristgerecht, um weitere Kosten zu vermeiden.
- Bei Uneinigkeit: Wenden Sie sich an eine Schlichtungsstelle oder Verbraucherberatung.
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Kostenlos startenAllgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Stand: 12.10.2026.

